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Gicht

Die Gicht ist eine Gelenkentzündung, also eine Arthritis (Griechisch: arthron = Gelenk) wie der Rheumatismus auch, sie hat nur eine völlig andere Ursache (siehe unten). Eine Gelenkentzündung ist die Entzündung der Gelenkkapsel, nicht primär der Gelenkknorpel oder -knochen, die nur sekundär in Mitleidenschaft geraten können.

Als eine Arthritis ist die Gicht gekennzeichnet durch Schmerz, rotbläuliche Verfärbung, Schwellung und Bewegungseinschränkung an den betroffenen Gelenken. Es können ein oder mehrere Gelenke zugleich befallen sein. Die Krankheit macht sich meistens an den kleinen Gelenken der Hände oder Füße, in über 50% der Fälle im Großzehengrundgelenk, als anfallsartige Schmerzen bemerkbar. Sie kann aber auch an anderen Gelenken auftreten. Zu unterscheiden sind:

  1. Primäre Gicht. Sie ist erblich und beruht auf einem Enzymdefekt in den Wandzellen der harnbildenden Röhrchen der Niere, der dazu führt, dass die Harnsäure nicht genügend aus dem Körper entfernt wird. Das Zuviel an Harnsäure im Körper verursacht die Bildung von Harnsäurekristallen in der Gelenkkapsel ("Gichtanfall"). Dieser mangelhaften Ausscheidung kann man durch Verminderung der Harnsäureproduktion im Körper begegnen, indem man sich basisch ernährt und die Einnahme von Fleisch und anderen purinhaltigen Eiweißen (Hülsenfrüchten!) reduziert oder gar vermeidet. Man muss nicht unbedingt und immer Gicht-Medikamente einnehmen. Sie kosten Geld und schaden dem Körper.
  2. Sekundäre Gicht. Sie entsteht als Folge von Harnsäureüberschuss im Körper (i) bei Krankheiten, die mit Zelltod im Körper einhergehen (z.B. bei Leukämie und bei Krebstherapie), so dass aus den gestorbenen Zellen vermehrt Harnsäure produziert wird; und (ii) bei Übersäuerung des Körpers durch zu viel Einweißverzehr. Daher ist auch in diesem Falle eine basische Ernährung hilfreich. Man muss nicht unbedingt und immer Gicht-Medikamente einnehmen. Sie kosten Geld und schaden dem Körper.

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